Leber im Hundefutter

Viele Hunde lieben den Geschmack von Leber, dein Hund auch?

Darüber hinaus bietet die Leber unseren Hunden auch Zugang zu wertvollen Nährstoffen, die in dieser Fülle in Muskelfleisch einfach nicht enthalten sind. Wenn ein Hund – aus welchem Grund auch immer keine Leber bekommt, dann ist es wichtig einen anderen Weg zu finden, die entsprechenden Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe über andere Wege zu decken.

Leber als wertvoller Baustein im Futter

Die Leber ist ein Lieferant für die Vitamine A, B1, B2, B3, B5, B6. B7, B9, B12, D, E und K. Sie ist darüber hinaus ein Lieferant für Eisen, Eiweiß, Folsäure, Selen und Zink und weitere Mineralstoffe. 

Rinderleber für deinen Hund

Rinderleber ist Kalbsleber vor zu ziehen, da Kalbsleber einen wesentlich höheren Vitamin-A-Gehalt hat als Rinderleber und dein Hund dadurch sehr schnell mehr Vitamin A bekommt als ihm gut tut. Die ganzen Handgelenksrechnungen auf den Leberbedarf beziehen sich auf Rinderleber, nicht auf Kalbsleber. Es gibt noch mehr Gründe die gegen Kalbseber sprechen, aber an dieser Stelle möchte ich einfach nur deutlich auf den wesentlich höheren Vitamin-A-Gehalt hinweisen. 

 

 

Tierarten deren Leber für Hunde wertvoll sind

  • Leber vom Schaf/Lamm
  • Leber vom Huhn
  • Leber von der Pute
  • Leber von der Ente
  • Leber vom Kaninchen
  • Leber vom Hirsch
  • Leber vom Reh
  • Leber vom Hasen
  • Leber vom Wildschwein

Sonderfall Dorschleber 

Leber vom Dorsch gibt es im gut sortieren Lebensmittelgeschäft in Dosen und hat eine sehr hohen Vitamin-A und D3-Gehalt. Dorschleber in kleinen Mengen ist aber zum Beispiel als geschmacksgebende Zutat für harte Kekse sehr geeignet. Dorschleberöl wird auch nur in minimalen Dosen gegeben.

Anders als bei Leber ist Dorschleberöl oder Dorschleber keinesfalls dazu geeignet die vielfältigen, oben angeführten Stoffe sinnvoll in den Futternapf zu bringen. Dennoch sind beides wertvolle Futterbestandteile, wenn sie zum individuellen Hund passen. 

Dosierung Dorschleberöl

Diese Dosierung ist erst mal ein allgemeiner Richtwert. Du wirst sehen, dass sich das sich das sehr von Leber als Futterbestandteil unterscheidet. 

Als pauschale Menge lässt sich sagen:

  • Hunde bis 5 KG bekommen 1/4 TL 2x pro Woche
  • Hunde bis 10 KG bekommen 1/2 TL 2 – 3 x in der Woche
  • Hunde bis 20 KG bekommen 1/2 Teelöffel täglich
  • Hunde ab 20 KG bekommen 1 Teelöffel täglich
  • Hunde ab 40 KG bekommen 2 Teelöffel täglich
  • Hunde ab 60 KG bekommen 4 Teelöffel täglich

Solche Angaben sind natürlich im immer Zusammenhang mit der individuellen Ernährung zu betrachten. Aber sie verschaffen einen ersten Eindruck dafür, dass bei Dorschleberöl schon kleine Mengen einen Unterschied machen. Je nach dem, was dein Hund sonst noch in den Futternapf bekommt, kann es gut sein, dass ihr deutlich weniger oder auch gar kein Dorschleberöl braucht. Es immer viele Wege, wie die gewünschten Vitamine etc. auf für den Hund passende Weise ihren Weg ins Futter finden. Dazu passen auch meine beiden kostenlosen Webinare: Einführung in die intuitive Hundeernährung (KLICK) und Kluge Fütterung in turbulenten Zeiten (KLICK)

Die Auswahl ist groß

Du kannst die Leber von jeder Tierart nehmen, die dein Hund gut verträgt. Auch der Grundgedanke „Eine Tierart pro Mahlzeit“ lässt sich hier sehr gut umsetzen. Die meisten Leberkekse werden Da die Leber durch den Backvorgang gegart wird, kannst du  – wenn dein Hund zu den vielen Hunden gehört die mit gegartem Schwein gut zurecht kommen natürlich auch Schweineleber nehmen. Wenn dein Hund kein Huhn verträgt, dann wirst du selbstverständlich auch keine Hühnerleber geben.

Aber die Leber ist doch ein Entgiftungsorgan

Immer wieder kommt die Frage auf, ob mit der Leber nicht viel zu viele Giftstoffe aufgenommen würden. Die Leber ist zwar an Abbau- und äußerst beeindruckenden Umwandlungsprozessen aller möglicher Dinge die in den Körper kommen beteiligt, dich sie ist eher die Umwandlungsfabrik als ein Lager für Schadstoffe. Die meisten Schafstoffe werden eher im Fettgewebe gespeichert. Es spricht also auf Grund der vielen großartigen Inhaltsstoffe einiges für Leber als Teil einer naturnahen Ernährung.

Wieviel Leber braucht der Hund?

Je nach dem welche Innereien wie Milz und Niere dein Hund sonst noch so bekommt, lass uns der Einfachheit halber mit 8 – 10 % der Gesamtration rechnen. Bei diesem Rechenweg gehen wir immer von frischen oder gekochten Zutaten aus. Egal ob du deinen Hund vorwiegend roh ernährst, für ihn kochst oder Reinfleischdosen mit frischen Lebensmitteln ergänzt. 

Hier findest du noch mehr über die entspannte Rationsgestaltung für deinen Hund: https://tiere-anders-behandeln.de/rationsgestaltung-hund/

Lebermenge pro Woche

Als Faustregel gilt: 150 – 200 g Leber pro 10 kg Hund und Woche

Diese Leberrration wird am besten über mehrere Tage verteilt gegeben, wieder etwas wobei der weiche Leberkeks helfen kann.

Selbstverständlich kannst du deinem Hund die Leber über Eintöpfe, selbstgemachte Leberpaste, Menüdosen und einen Teil der Leber über weiche Leberkekse geben. Die Leberkekse sind einfach eine weitere praktische Möglichkeit.

Rechenweg Leberbedarf pro Woche

So rechnest du den durchschnittlichen Leberbedarf für deinen Hund aus

Ich zeige dir das an einem Rechenbeispiel für einen Hund von 10 kg.

Stell dir vor, du möchtest wissen wie du herausfindest, wieviel 8 – 10 % davon sind.

Wenn dieser Hund 300 g Futter am Tag bekommt, dann wäre das in einer Woche eine Gesamtfuttermenge von 300 x 7 = 2100 g

2100 g ist die Gesamtfuttermenge deines Hundes pro Woche

Davon rechnest du jetzt 8 – 10 % aus

9 % von 2100 sind 189 g 

Dazu rechnest du 2100 geteilt durch 100, damit hast du 1 Prozent. Diese Zahl nimmst du jetzt mal 9 und dann hast du 9 % von 2100 g Futter ausgerechnet.

Das ist natürlich eine so krumme Zahl das macht wenig Sinn. Aber so kannst du einfach erst einmal selber ausrechen und dann entspannt mit dem Ergebnis umgehen 😉

Lebermenge pro Woche 

Wenn du über den Daumen gepeilt mit 150 bis 200 g Leber pro Woche und 10 kg Hund rechnest, dann hast du eine entspannte Übersicht.

  • 10 kg Hund: 150 – 200 g Leber pro Woche
  • 20 kg Hund: 300 – 400 g Leber pro Woche
  • 30 kg Hund: 450 – 600 g Leber pro Woche
  • 40 kg Hund: 600 – 800 g Leber pro Woche

Die Menge der Leber ersetzt dann natürlich einen Teil der anderen Mahlzeiten. Die Gesamtfuttermenge ändert sich nicht. Doch durch dieses Zahlenspiel bekommst du am leichtesten ein Gefühl für einen durchschnittlichen Bedarf eines Hundes an Leber. Die Feinabstimmung für deinen Hund ist verständlicherweise hierbei noch nicht berücksichtigt. 

Leber und die Auswirkung auf die Verdauung

Bei vielen Hunden wirkt rohe Leber eher leicht abführen und gekochte Leber eher leicht stopfend oder neutral.

Das kannst du dir natürlich in jedem Fall zu Nutze machen, so bald du weißt wie das bei deinem Hund ist.

Bei Hunden die regelmäßig passende rohe, fleischige Knochen bekommen, hat es sich bewährt in dem Zusammenhang auch rohe Leber zu geben. Denn wenn die Knochen den Kot etwas fester machen und die Leber den Kot etwas weicher macht, dann balanciert sich das gegenseitig wieder aus.

Was mach ich, wenn mein Hund keine rohe Leber mag

Es gibt viele Hunde die rohe Leber einfach ungern fressen Wenn diese Hunde aber gekochte Leber oder weiche oder harte Leckerchen mit Leber ausgesprochen gern fressen, kann es die einfachste Lösung sein, die wöchentliche Leberration darüber zu decken.

Hier gibt es den passenden Kurs zum Thema

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