Von Schafen und Menschen

Kommunikation mit dem Kollektiv der Schafe vom 1.3.2020

 

Der Impuls für diesen Austausch war mein Wunsch den Standpunkt der Schafe auf das Thema Wolle  und die Wollnutzung durch den Menschen zu erfahren.

Wie sehen die Schafe das Thema Wolle und Menschen?

Speziesübergreifende Kommunikation bedeutet für mich immer auch Forschung, Erkenntnis, die Bereitschaft dazu zu lernen und mich überraschen zu lassen. Wer könnte mir mehr über die Sicht der Schafe vermitteln als Schafe?

 

Der Standpunkt der Schafe​

Der Standpunkt der Schafe interessierte mich in dem Moment so ganz besonders, weil in dieser Zeit durch eine Gruppe in den sozialen Medien vermehrt auf Misshandlungen in der Schafhaltung rund um die Wollgewinnung hingewiesen wurde. In diesem Kontext kursierte auch ein Video, dass ich aber in Absprache mit dem Kollektiv der Schafe weder teile noch verlinke. Den aus Sicht der Schafe steht es einer wertschätzenden Lösung im Weg.

Der Standpunkt einer Gruppe von Menschen

Diese Gruppe von Menschen ruft dazu auf, jegliche Wollnutzung zu boykottieren und wollfrei zu leben.

Jetzt kenne ich den Standpunkt dieser Gruppe.

Was sagen die Schafe dazu?

Mich interessiert aber auch was die Schafe selbst zu diesem Ansatz sagen. Das erfahren wir viel leichter, wenn wir MIT statt ÜBER sie sprechen.

Mich interessiert die Sicht derer

für die wir etwas verbessern wollen!

Wenn wir deren Standpunkt kennen, dann können wir etwas bewirken was für die Schafe von Vorteil ist.

Dem eigenen Beweggrund auf der Spur

Wenn wir verzweifelt ins Mitleid gehen und unsere Handlungen von Wut oder gar Hass und Mitleid geleitet werden, dann geht die Handlung erfahrungsgemäß an der Idee derer, die wir doch ursprünglich unterstützen wollten vorbei. In diesem Fall sind das die Schafe!

Versteh mich bitte richtig! Ich halte es allen Lebewesen gegenüber für unangemessen sie absichtsvoll zu beleidigen, zu verletzen, zu erniedrigen oder ihnen die Pest an den Hals zu wünschen! Das gilt für Lebewesen aller Spezies und bezieht damit auch meine eigene Spezies mit ein.

Kennst du noch die Slogans aus den 80ern?

 

Frieden schaffen ohne Waffen.

Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

Helm ab, nachdenken!

 

 

Weil Gewalt keine nachhaltige Lösung ist 😉

Bei all dem ging es im Grunde darum weniger Gewalt, Angst und Schrecken zu erleben. Doch in dem Moment in dem Menschen zu Gewalttaten aufrufen weil eine Gewalttat erfolgt ist, tragen diese Menschen zur Gewalt bei.

Es ist egal welche Spezies dabei welche Spezies verletzt und abwertet. So lange wir uns von den oben erwähnten Emotionen, von Hass und Wut oder Abwertung / Absprechen von Rechten steuern lassen, sind wir weit weg von der Fähigkeit eine möglichst friedvolle Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Die Welt der Schafe

Ich habe mich in den letzten Jahren immer mal wieder mit Schafen ausgetauscht. Meistens ganz spontan, wenn ich ihnen auf meinen Wanderungen mit und ohne meine Hündin begegnet bin. Manchmal habe ich mich dann mit einzelnen Schafen, mal mit dem Kollektiv der ganzen Herde ausgetauscht. Ich durfte jedesmal neue und für mich interessante Einblicke in das Leben aus Sicht des einzelnen Schafes oder der Gruppe der Schafe erfahren.

Warum mich der Standpunkt der Schafe interessiert

Weil ich begeisterte Forscherin bin! Ich mag es Zusammenhänge neu zu sehen und zu verstehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt verschiedene Blickwinkel zu einem Thema mit einzubeziehen. Und wer kann mir mehr über die Sicht der Schafe vermitteln als die Schafe?

Darum bin ich nach Kontakt zu besagtem Video mit dem Kollektiv der Schafe in Kontakt gegangen. Noch präziser, mit dem Kollektiv der Schafe die von Menschen gehalten werden.

Meine Fragestellung an das Kollektiv der Schafe

Mögt ihr mir etwas aus eurer Sicht über die Nutzung von Schafwolle durch Menschen mitteilen?

Darauf bekam ich unerwartete Informationen mit einem erstaunlich großen Bogen. Alles was du unter dem folgenden Ornament lesen kannst, ist eine Mitschrift meines Kontaktes zum Schafkollektiv.

Viel Spaß!

 

Das Thema Wollnutzung aus Sicht der Schafe 

Kollektiv der Schafe zum Thema Wollnutzung

Wir Schafe haben mehr Wolle als wir selbst verwalten / organisieren können. Das ist eine Folge vom langen Zusammenleben mit den Menschen. Durch die Zucht haben wir verschiedene neue Besonderheiten entwickelt. Viel mehr Wolle als bei den wilden Schafen. Wir brauchen jemanden, der uns die Wolle vom Körper löst. Dazu musst du aber zuerst etwas Wichtiges verstehen!

Wie alles anfing

Wir Schafe leben seit so vielen, langen Zeiten mit Menschen. Es gibt eine kleine Gruppe von Schafen, die sich nicht an die Menschen angeschlossen hat. Diese Schafe brauchen keine Menschen, doch sie bekommen auch keine Unterstützung von Menschen. Das sind die wilde Schafe. Die gibt es. Aber wir, das Kollektiv der Schafe die in menschlicher Obhut leben, wir sind auf das Leben mit Menschen angewiesen.

Wir sind vor langer, langer Zeit eine Verbindung eingegangen. Eine Verbindung die älter ist als Ställe und Zäune. Ein Verbindung die älter ist als Häuser und Städte.

Wir sind vor langer, langer Zeit eine Verbindung eingegangen.

Eine Verbindung die älter ist als Ställe und Zäune.

Ein Verbindung die älter ist als Häuser und Städte.

Eine Beziehung mit Vorteilen für alle Beteiligten

Es gab Schafe die sich den Menschen angeschlossen haben. Das war eine Beziehung, die für alle Seiten Schutz und Vorteile bot.

Der Bund dieser Beziehung war ein Vertrag der Wertschätzung und der klaren Absprachen.

Vorteile der Schafe

Mehr Entspannung durch Schutz, Futter und Behandlung für die Schafe wenn sie Hilfe brauchen.

Vorteil der Menschen

Fleisch, Wolle, Milch und all die guten Dinge, die Menschen daraus für die Menschen machen können.

Sicht der Schafe zum Fleischverzehr

Natürlich leben auch wir in vielen Fällen lieber, als dass wir sterben. Aber wir haben eine größere Selbstverständlichkeit darin, dass wir jederzeit sterblich sind als die meisten Menschen.

Wenn wir ohne den Schutz der Menschen leben, dann werden viele von uns bereits als Jungtiere gefressen.

Viele, sehr viele von uns werden auch bei dem Versuch uns zu fangen um uns zu fressen verletzt aber nicht getötet. So, dass es zum Leben eines wilden Schafes dazu gehört, dass es jeden Tag sehr aufmerksam sein muss um Verletzungen und den eigenen Tod zu organisieren. 

Organisieren ist hier das richtige Wort –

auch wenn es euch Menschen vielleicht irritiert.

Doch wenn es für dich allgegenwärtig ist, dass jemand versucht dich zu fressen oder deinen Nachwuchs zu fressen, während du ihn gerade auf die Welt bringst, dann brauchst du viel Aufmerksamkeit um dir Schutz davor zu organisieren.

Es ist im Grunde kein Problem, wenn du dann gefressen wirst. Solange du das in dem Moment okay findest. Aber wir Schafe haben, wenn uns jemand fressen möchte sehr wenig dagegen zu setzen.

Das bedeutet, nur damit du das besser verstehst:

Schafe können zwar lange Strecken wandern, aber wir sind keine guten Sprinter. Jedes Tier was uns fressen möchte ist schneller als wir.

Wir können zwar mit dem Kopf und manche von uns auch mit den Hörnern stoßen, aber unsere Körper sind behäbig und langsamer als die der Tiere die uns fressen möchten. So können wir nicht weg laufen und wir können uns auch nicht langfristig wehren. Darum haben wir Schafe einen Weg gefunden, wie wir sehr entspannt mit dem Thema umgehen, dass wir eines Tages zur Nahrung eines anderen werden.

Wenn wir aber in der Zeit bis wir gegessen werden den Schutz der Menschen genießen, dann haben wir eine viel höhere Lebensqualität und können das Leben viel besser genießen.

Es gab verbindliche Regeln

In der frühen Zeit in der Schafe und Menschen diesen gegenseitigen Vertrag eingegangen sind, da wurden die Schafe in erster Linie geschützt. Und wenn ein Schaf von uns / aus unserer Gruppe von den Menschen geschlachtet wurde, dann war das für uns okay. Wir wussten ja, dass wir eines Tages zur Nahrung werden. Und die Menschen die uns töteten, die taten das schneller und zarter als die großen Raubtiere vor denen sie uns oft beschützt haben. So konnte jeweils das Schaf, das gerade ausgewählt wurde sich darauf vorbereiten. Das Töten geschah in großer Wertschätzung und hatte jedesmal ein großes Fest der Menschen zur Folge. Menschen und auch die Hunde die mit den Menschen lebten hatten einen Vorteil davon. Alles von uns wurde als kostbar und wertvoll gesehen. Alles wurde genutzt.

Wir wurden wahrhaft wertgeschätzt

Nie hat es uns Schafen Angst gemacht, wenn die Menschen die uns beschützten sich selbst mit unseren Fellen vor Sonne, Regen und Kälte schützten. Es hat uns sogar mit Freude erfüllt, dass unsere Körperhüllen unsere Menschen und auch deren Kinder so gut wärmen konnten. Wir Schafe waren stolz auf unsere Fähigkeit ein so warmes Fell zu machen. Denn wir machen das ja selbst.

Wir Schafe waren stolz auf unsere Fähigkeit

ein so warmes Fell zu machen.

Denn wir machen das ja selbst.

Jedes Haar wird von unserem Körper produziert und wächst und wird länger und stärker und es braucht gutes Futter und viele passende Kräuter, Pflanzen, Salz und Erde und natürlich Wasser um die Haare so gut wachsen lassen zu können.

Unsere Menschen organisierten für uns sicheren Zugang zu Wasser und auch zu vielen Pflanzen. Wir zogen miteinander über weite Strecken. Wir wanderten und zogen von Ort zu Ort.

Die Menschen und die Schafe lebten in Symbiose

Den Schafen ging es in der Gemeinschaft mit den Menschen besser und den Menschen ging es in der Gemeinschaft mit den Schafen besser.

In dieser Zeit war unsere Gemeinschaft ausgewogen. Alle hielten sich an den Vertrag der Wertschätzung und so war gemeinsames Leben allen zum Vorteil. Den Menschen und den Schafen.

Alle hielten sich an den Vertrag der Wertschätzung

und so war gemeinsames Leben allen zum Vorteil.

Vom schützenden Fell zur Wolle

Am Anfang, da gab es noch keine Nutzung der Wolle, nur die Felle wurden in großer Wertschätzung von den Menschen bearbeitet und getragen.

Anders als wenn uns große Tiere töteten und fraßen, dann wurde ein Teil des Fells gefressen ein Teil wurde wieder zu Erde.

Schaffelle waren wichtig für die Menschen und sie bedauerten, dass sie jedesmal ein weiteres Schaf töten mussten um ein weiteres Fell zu nutzen.

Manchmal blieb ein Teil unseres Fells  / unserer Haare an Dornenbüschen hängen und die Menschen lernten diese Büschel zu sammeln und zu nutzen. Dann gab es Zeiten in denen wir viel unserer Haare abwarfen und die Menschen konnten viel davon auf einmal sammeln. Sie bemerkten, dass es viel weicher und leichter ist als unser Fell mit Haut dran.

Wir reden hier von einer langen Zeitspanne

Du musst verstehen, dass es hier nicht um eine kurze Zeitspanne von 100 oder 200 Jahren geht. Das gemeinsame Leben ist viel, viel länger als die Menschen sich das vielleicht vorstellen.

Das gemeinsame Leben ist viel, viel länger

als die Menschen sich das vielleicht vorstellen.

Im Laufe der Zeit gab es dann immer auch Schafe die besonders viele Haare und besonders weiche Haare hatten. Und die wurden dann nicht gegessen sondern ihre Haare / ihre Wolle wurde geerntet. Und in einer langen, langen, langen Zeit wurde daraus ein so wolliges Fell, dass wir die Haare gar nicht mehr einfach verloren, wenn der kalte Winter vorbei war, sondern behielten, bis die Menschen es abschnitten. Das war einfach praktischer für die Menschen.

Wir Schafe wurden immer noch für unsere Wolle bewundert.

Wenn du so willst, dann haben wir Schafe und Menschen gemeinsam einen Weg aus der Wildnis in die Zivilisation gefunden.

Der erste Bruch kam mit dem Siedeln

Auf diesem Weg gab es dann irgendwann einen Bruch.

Menschen hörten auf zu wandern und wohnten an festen Orten. Dann waren es auf einmal einzelnen Menschen die mit Schafen auf weite Flächen gingen. Das Band zwischen dem einzelnen Menschen oder der kleinen Gruppe von Menschen die mit uns zogen und uns Schafen war noch klar geknüpft. Doch jetzt fing es an, dass sich die Sache mit dem Vorteil für alle aus dem Vertrag der gegenseitigen Wertschätzung heraus verlor.

Doch jetzt fing es an, dass sich

die Sache mit dem Vorteil für alle aus dem Vertrag

der gegenseitigen Wertschätzung heraus verlor.

Die Menschen denen wenig Wertschätzung entgegengebracht wurde mussten auf viele Schafe aufpassen. Sie schützen und sie pflegen und behandeln. Doch andere Menschen entschieden welches Herdenmitglied getötet wurde. Und auch die Art wie die Menschen uns töteten wurde anders. Es war kein Akt des Miteinanders mehr, sondern der Mensch fing an den Vertrag zu brechen und tötete mit abnehmender Wertschätzung.

Die Wertschätzung blieb auf der Strecke

Kurze Zeit später schon, gab es kein Fest mehr zu Ehren des Schafes, dass die ganze Gruppe ernähren konnte.

Die Schafe wurden nicht mehr im Kreis der vertrauten Menschen getötet, sondern sie wurden von ihrer Herde getrennt und wussten nicht wie lange sie ohne die Herde mit fremden Schafen warten mussten bis ihr Todestag war. Die Menschen, die die Schafe jetzt töteten, die waren selber Menschen die wenig Wertschätzung bekamen. Denn sie stanken nach Blut und Kot und Dreck und Angst und Tod.

Der große Bruch

Da ist ein großer Bruch drin! Die Basis der symbiotischen Beziehung, die gegenseitige Wertschätzung ging verloren.

Gleichzeitig wurde unsere Wolle immer begehrter und wenn dann wieder die Zeit der Wollernte war, dann sollte es schnell gehen. Wieder mussten das Menschen machen, die von der eigenen Art, den Menschen in ihrer Nähe nicht mehr als wertvoll gesehen wurden. So wie die Menschen untereinander immer mehr die Wertschätzung verloren, so konnten auch die Menschen mit dem geringen Stellenwert kaum noch Wertschätzung für uns Schafe empfinden. Und das hat sich bis heute einfach extrem weiter entwickelt.

Es gibt sie, die Menschen die eine Herde von Schafen begleiten und pflegen. Die jedes einzelne Tier kennen und ehren. Dort ist der Bund immer noch gültig. Und wir Schafe sind gerne immer noch Teil dieses Vertrags. Schutz und Futter und Behandlung, dafür dürfen die Menschen dann unser Fleisch, unsere Wolle und auch einen Teil unserer Milch nutzen. So lange das alles in Wertschätzung geschieht ist das wunderbar.

So lange das alles

in Wertschätzung geschieht

ist das wunderbar.

Wir Schafe müssen inzwischen geschoren werden

Wir sind durch die Auswahl der Menschen wen sie essen und wer wegen seiner Wolle Nachkommen bekommen soll, nicht mehr in der Lage unser Fell einfach zu wechseln. Ihr Menschen kennt das schon. Ihr habt ja auch Hunde geformt, die keine Haare mehr verlieren und die geschoren werden müssen weil die Haare immer weiter wachsen. Und wir Schafe wissen, dass sie uns ähnlich sehen.

Wir beide – Hunde und Schafe sind durch das Zusammenleben mit den Menschen stark verändert. Aber auch die Menschen haben sich im Laufe dieser langen, langen, langen Zeit sehr stark verändert.

Leben ist Wandel

Leben ist so! Es lebt und es ändert sich. Eine Art passt sich immer den Lebensbedingungen an. Doch egal wie sehr ihr euch verändert, ihr Menschen. Ihr könnte euch jeden Tag aufs Neue entscheiden euch selbst und euren Mitmenschen Wertschätzung zu geben.

Es lebt und es ändert sich.

Es lebe die Wertschätzung

Wenn ihr eure Mitmenschen für wertvoll haltet, dann könnte ihr euch auch selbst für wertvoll halten. Und wenn ihr euch eures Wertes wieder bewusst seid, dann habt ihr auch wieder die Kraft euch in Wertschätzung mit uns Schafen zu begeben.

Wenn ihr eure Mitmenschen für wertvoll haltet,

dann könnte ihr euch auch selbst für wertvoll halten.

Nutzt unsere Wolle!

Von Herzen gern dürft ihr unsere Wolle nutzen und mit Stolz tragen. Sie färben und formen. Wir sind stolz darauf wie lange Menschen unsere Wolle schon nutzen und wie gerne sie sie tragen.

Wir wissen auch, dass Felle und Wolle vielen Menschenbabys dabei geholfen haben warm genug zu schlafen und zu liegen um den ersten Winter zu überleben.

Schafe und Menschen haben lange, lange, lange

Zeit symbiotisch miteinander gelebt.

Nutzt unsere Gaben in Wertschätzung

Wenn ihr unsere Wolle, unser Fleisch, unsere Milch und auch unsere Felle nutzen wollt, dann tut das!

Aber bitte tut das in Wertschätzung!

Vorwürfe helfen niemandem

Die Menschen dafür anzugreifen, dass sie den Job machen, den ihr nicht machen wollt hilft uns überhaupt nicht.

Ja! Es gibt Menschen die gehen sehr grob mit uns Schafen um! Es gibt Menschen die verletzen uns, die nutzen aus, dass wir uns nicht wehren können. Aber diese Menschen sind selbst verletzt. Keiner von denen ist glücklich. Dieses Maß an Gewalt ist nur möglich, weil sie zuvor durch Menschenhand Gewalt erfahren haben. Es ist ein Teil davon, dass Menschen sich sehr von den natürlichen Rhythmen des Lebens und der Wertschätzung allem gegenüber was ist entfernt haben.

Die Menschen dafür anzugreifen,

dass sie den Job machen, den ihr nicht machen wollt

hilft uns überhaupt nicht.

Fangt wieder an die Menschen zu lieben!

Diese Menschen – und viele von ihnen machen durchaus schreckliche Sachen mit uns Schafen. Diese Menschen sind nicht das Problem. Diese Menschen machen einfach sichtbar wie ihr Menschen mit der eigenen Art umgeht. Ihr habt die Liebe zur eigenen Spezies verloren. Und nur wer die eigenen Spezies liebt, kann stabil in der Welt stehen. Und aus dieser Stabilität heraus könnt ihr Mitgefühl für die eigene Art und für die euch bekannten Spezies in eurer Umgebung entwickeln. Und erst wenn die, die unsere Wolle scheren, die unsere Milch tanken und uns töten uns Wertschätzung entgegen bringen, kann die alte Verbindung wieder neu entstehen.

Diese Menschen machen einfach sichtbar

wie ihr Menschen mit der eigenen Art umgeht.

Nur wer die eigenen Spezies liebt,

kann stabil in der Welt stehen.

Wir haben Geduld

Wir Schafe sind geduldig und genügsam Wir können uns an viele verschiedene Lebensbedingungen anpassen. Wir kommen gut mit Hitze und Kälte, mit Regen, Schnee und Wind zurecht. Wir vertagen ein großes Spektrum an Pflanzen, dass für Rinder und Pferde überhaupt nicht gesund ist. Wir sind gelassen aber wir brauchen den engen Verbund unserer Herde. Wir brauchen Nähe! Wir Schafe geben uns gegenseitig Nähe und wir lieben es.

Nutzt unsere Wolle in Wertschätzung

Menschen die ablehnen Wolle zu tragen, weil Schafe gequält werden, die haben gar nichts zur Heilung dieser uralten Beziehung beigetragen.

Ihr Menschen die ihr Schafe toll findet. Ihr Menschen die ihr euch für Schafe begeistert und sie mögt. Nutzt unsere Wolle, esst unser Fleisch, genießt unsere Milch, legt euch unsere Felle in die Wohnung. Entscheidend ist, dass ihr es in Wertschätzung tut.

Menschen die ablehnen Wolle zu tragen,

weil Schafe gequält werden, die haben gar nichts zur Heilung

dieser uralten Beziehung beigetragen.

Ehrt die wahrhaften Schäfer und Hirten

Sucht den Kontakt zu Menschen die wertschätzend mit Schafen umgehen und sagt Danke!

Sagt ihnen wie wichtig uns die Wertschätzung der Menschen ist. Und wenn ihr möchtet, dass es immer mehr Schafen wieder möglich ist in Wertschätzung mit den Menschen gemeinsam zu leben, dann nutzt die Wolle, das Fleisch und die Milch von den Schafen bei denen ihr den Part der uralten Symbiose einhalten könnt. Wertschätzung geben.

Was wir uns wünschen

Wir Schafe möchten die Gelegenheit nutzen und noch eine Bitte rund um das Scheren an die Menschen schicken.

Unsere Wollte ist ganz dicht mit uns verbunden. Sie hält uns warm und sie schützt uns vor Regen und Wind und auch vor der Sonne.

Wir brauchen euch Menschen, um die Wolle abzuschneiden.

Wir freuen uns, wenn ihr die Wolle in Wertschätzung nutzt!

Doch bitte achtet auf unsere Körper, wenn ihr uns schert. Tut es in Wertschätzung und seid respektvoll. Wenn ihr dabei versehentlich unseren Körper verletzt, dann ist das okay. Das kann leicht passieren. Aber dann pflegt diese Verletzung liebevoll und tut auch das in Wertschätzung und ohne Vorwürfe gegen euch selbst.

Schafsbedürfnisse rund um die Schur

Wenn unsere Wolle abgeschoren ist, dann ist es für uns am besten, wenn dann immer noch eine dünne durchgehende Fellschicht an unserem Körper ist. Ganz kahle Stellen sind sehr anstrengend. Wir brauchen, wenn ihr unser Fell geschoren habt etwa drei Wochen bis wir unsere Temperatur wieder sicher regulieren können. In dieser Zeit brauchen wir die Möglichkeit uns vor Kälte, Wind, Regen und Sonne schützen zu können.

Es hilft uns ganz enorm, wenn ihr uns dann schert, wenn das Wetter stabil bleibt. Große Temperaturschwankungen sind für uns dann sehr anstrengend und wir frieren oft. Viele von uns werden dadurch krank aber das fällt nur auf, wenn wir schon fast gestorben sind. Denn wir sind sehr unauffällig, wenn wir krank sind. Still und leise. Und wir warten geduldig auf Hilfe und Wärme.

Es hilft uns ganz enorm,

wenn ihr uns dann schert,

wenn das Wetter stabil bleibt.

Unterstützen bevor ein Problem entsteht

Wenn ihr uns in Wertschätzung schert, dann gebt uns im Anschluss einfach etwas Unterstützung bis unser Fell etwas nachgewachsen ist. Was für welche Herde passt, dass stimmt ihr am besten mit der Herde ab.

Trockene Wärme ist wichtig!

Kräuterkraft statt Erkältungslast

Und bei beginnender Erkältung unterstützende Kräuter für die Atemwege, die können auch schon vorher für alle gegeben werden, wenn die Temperatur fällt.

Vielen herzlichen Dank!

Wir freuen uns über euer Interesse an unserer Sicht auf die Welt von Schaf und Mensch.

Tragt Wolle und freut euch daran

Sagt den Schafen am Wegesrand wie wertvoll sie sind!

Lebt den alten Pakt von Schaf und Mensch und tragt damit zum Wohle beider Seiten bei.

Wir sind stolz darauf wie wichtig

unsere Wolle für die Menschen ist.

Aber wir brauchen und wünschen uns Wertschätzung

Nachwort von Tina

Danke für deine Zeit!

Ich danke dir, dass du die die Zeit genommen hast mein Gespräch mit den Schafen bis zum Ende zu lesen. Natürlich weiß ich nicht, wie du persönlich zum Thema Schaf und Wolle stehst. Vielleicht war ja der ein oder andere neue Aspekt für dich dabei.

Mich persönlich hat die Information der Schafe tief beeindruckt und der Kontakt mit ihnen zu diesem Thema hat mich viele Stunden in Bann gezogen.

Schon allein der Gedanke wie alt die Beziehung von Schaf und Mensch ist. Wir leben im Jahr 2020. Das bedeutet, dass nach unserem Kalender vor über 2000 Jahren bereits Hirten und Schafe z.B. in der Weihnachtsgeschichte erwähnt wurden. Zu dem Zeitpunkt gab es ja schon längst Dörfer und Städte. Die Trennung des gemeinsamen Lebens von Schaf und Mensch in gegenseitiger Wertschätzung war also vor über 2000 Jahren schon Realität.

Wann hat es angefangen?

Doch wann mag das begonnen haben, wenn wir in menschlichen Zeitspannen denken? Das „lang, lang, lang“ der Schafe fühlt sich wesentlich länger an, als ich persönlich mir eine Zeitspanne vorstellen kann.

Daher habe ich mal geschaut, ob Wikipedia eine erste zeitliche Einordnung anbietet.

Dort steht:

Vor schätzungsweise 10.000 Jahren wurde das Schaf erstmals, wahrscheinlich in Anatolien, domestiziert. Seit etwa 5.000 Jahren werden Schafe nicht nur als Fleischlieferanten, sondern auch wegen ihrer Wolle gehalten. Schafe gehören (wie auch Hunde, Rinder und Ziegen) damit zu den ältesten Haustieren; sie sind robust und genügsam. Das macht sie anpassungsfähig in Bezug auf klimatische Bedingungen und Nahrungsangebot, was sicherlich zur weltweiten Verbreitung dieser Nutztiere beigetragen hat.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschaf#Geschichte_des_Schafes_als_Haustier

Speziesübergreifende Kommunikation als

Teil meines Lebens

Wieder einmal bin ich sehr dankbar dafür, dass ich mir vor dem speziesübergreifenden Kontakt meinen Beweggrund klar mache.

Dieses Gespräch ist ein praxisnahes Beispiel dafür,

warum es mir so wichtig ist frei von Mitleid aber

voller Mitgefühl in einen Kontakt ein zu tauchen.

Die Bereitschaft mich überrasche zu lassen, öffnet mir die Türen für solch komplexe und unerwartete Botschaften.

Wenn du Fragen rund um die speziesübergreifende Kommunikation  / Tierkommunikation hast, dann schreib mir einfach eine Mail (KLICK)