Gelbwurz oder die goldene Paste – Kurkuma


Der Gelbwurz ist dir vertrauter als du glaubst.

Er bringt die schöne Gelbe Farbe in die Curry- Gewürzmischungen. Die intensive Gelbfärbung lässt uns an die Sonne denken. Und es heiß, dass der Genuss von Kurkuma das Glück einlade. So ist leicht einzusehen, warum die goldene Milch – ein Getränk in Anlehnung an die Ayurvedische Heilkunde auch bei uns im Westen besonders in den dunklen Monaten so beliebt geworden ist. Jedoch gilt Kurkuma auch als wichtiger Bestandteil der Frühjahreskuren. Für die goldene Milch wird Kurkumapulver (manchmal auch in Kombination mit weiteren Gewürzen) in warme Milch eingerührt, mit etwas Honig gesüßt und kurweise zum Start in den Tag getrunken.

Kurkumin heißt der zentrale Wirkstoff der Kurkumawurzel

Kurkumin hat fördernde Eigenschaften für die Gallensekretion, gilt als Leber schonend, Bakterien tötend, antiviral, Entzündungs hemmend, anregend für die Bauchspeicheldrüse, allgemein verdauungsfördernd, Stoffwechsel und Selbstheilungskräfte anregend und durch seine antioxidative Wirkung Krebs hemmend.
Besonders bei Gelenkerkrankungen gilt Kurkumin auch als Schmerz lindernd.

 

Gewusst wie!

Bei so viel guten Eigenschaften gilt es meistens einige Besonderheiten zu beachten.

So auch beim Kurkuma. Während der Trage- und Säugezeit sollte er nicht exzessiv gegeben werden. Bei der Anwendung für Menschen ist auch zu beachten, dass bei bereits entwickelten Gallensteinen der Gebrauch von Kurkuma als Medikament kontraindiziert ist.


Als gelegentliches Gewürz ist er in Schwangerschaft und Stillzeit unbedenklich, als Medikament nicht! Kurkuma stimuliert die Gebärmutter und wird daher auch als Geburtskraut eingesetzt.


Kurkumin wird vom Körper einerseits recht schlecht aufgenommen, auf der anderen Seite wird es ziemlich schnell wieder abgebaut. Klingt erst einmal ineffektiv. Wenn wir uns oder unseren Tieren die Wirkung dennoch zu Nutze machen möchten, gibt es einige Tricks aus der Naturheilkunde unter einem Namen zusammen gefasst:
Die goldene Paste

 

 

Die goldene Paste  – damit wir die Wirkung auch nutzen können!

Hier wird Kurkumapulver in Wasser aufgelöst und dann bei kleiner Hitze (nicht kochen!) unter gelegentlichem Rühren etwas eingedickt. Der Topf wird vom Herd genommen. In die gelbe Flüssigkeit kommt etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und etwas die gleiche Menge an kaltgepresstem Kokosöl wie Kurkumapulver verwendet wurde. Das Kokosöl zerfließt in der warmen Flüssigkeit. Im Idealfall bildet sich jetzt eine Paste.

Die Konsistenz kann durch das Zugeben von mehr Kokosöl oder mehr Kurkumapulver nach Bedarf beeinflusst werden.

 

Was bringt das?


Kurkumin ist fettlöslich, wird also in der Kombination mit Kokosöl wesentlich besser vom Körper aufgenommen. Im schwarzen Pfeffer ist der Wirkstoff Piperin enthalten. Piperin verlangsamt die Verstoffwechselung in der Leber und dadurch steht die gewünschte Wirkung dem Körper länger zur Verfügung.

 

 

Für alle Menschen die Zutaten lieber abmessen

 


3 EL Kurkumapulver ( ca. 55 g)
1 Tasse Wasser (200 – 250 ml)
½ -1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3 EL Kokosöl (ca. 55 g)


Anwendungsmöglichkeiten:


Für Hunde und Pferde kurmäßig zu empfehlen.

Hunden würde ich je nach Größe und individuellem Bedarf etwa 1 TL bis 1 EL täglich geben.

Die individuelle Dosierung und die Länge der Kur würde ich jeweils intuitiv abstimmen.


Für Katzen ist die goldene Paste der Literatur nach nicht geeignet! Das würde ich aber im Einzelfall über Tierkommunikation, Kinesiologie oder ähnliche Möglichkeiten individuell klären.

Meinen Kaninchen stelle ich die frischen Kurkumawurzeln einfach immer mal wieder zur Verfügung. Hier war zu beobachten, dass sie beim ersten Mal zwar sehr schnell einen Probebiss nahmen, die Wurzeln dann aber lange einfach unbeachtet an verschiedenen Stellen im Gehege und im Heu der Schutzhütten liegen blieben. Mit der Zeit wurden sie dann aber nach und nach verspeist.

Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern, Gerbils und Farbmäusen also einfach mal Kurkumawurzeln zur Verfügung stellen. Am besten so, dass dich mögliche Gelbverfärbungen nicht stören.

 

Ja! Gelbwurz färbt gelb 🙂  

Die Farbe wird mit der Zeit durch Sonneneinstrahlung immer blasser, aber wenn Kurkumin einmal in Kunststoff eingezogen ist, bleibt die Gelbfärbung meist auf Dauer sichtbar.

 

Meine Wertschätzung für den Gelbwurz!

Der Gelbwurz ist mir heute so besonders nah, da mit gestern ein Hund mitteilte Kurkuma sei dazu geeignet die Sonne ins Herz seiner manchmal sehr traurigen Menschin zu tragen.

 

 

Der Text ist aus dem Winter 2016 Copyright liegt bei Tina Hillebrand – Tiere anders behandeln