Pimp my Fertigfutter

Wie du Nassfutter, Trockenfutter oder anderes Fertigfutter mit wenigen Handgriffen aufwerten kannst

Fertigfutter – der Wunsch nach der praktischen Lösung 

Fertiggerichte – egal ob für Hunde, Menschen oder Katzen sind Mahlzeiten die uns ermöglichen, dass wir uns selbst oder unseren Tieren Nahrung zur Verfügung stellen können ohne uns auch nur einen Augenblick mit den darin enthaltenen Lebensmitteln zu beschäftigen. Das ist praktisch, keine Frage. Aber viele Menschen haben im Laufe der Zeit auch beinah vergessen welchen Stellenwert frische Lebensmittel, der wertschätzende Umgang mit Lebensmitteln und vor allem das Teilen von Lebensmitteln hat.

Nahrung teilen verbindet

Mensch und Hund haben vor langer, langer Zeit in erster Linie darüber zusammen gefunden, dass sie Nahrung geteilt haben. Damals gab es keine Fertiggerichte, weder für Hunde, noch für Menschen. Aber es gab ein Miteinander. Und es gab die alltägliche Herausforderung jeden Tag aufs Neue genügend Nahrung zu finden. Meist durch eine Kombination von Jagd und dem Sammeln von pflanzlicher Nahrung im Wechsel der Jahreszeiten. 

Lebensmittel gemeinsam nutzen

Noch nie war es leichter an so viele verschiedene Lebensmittel zu kommen.

Auch heute können wir uns wieder dafür entscheiden Lebensmittel gemeinsam zu nutzen. Klar, nicht jeder Mensch möchte für sich selbst und seinen Hund jeden Tag alle Mahlzeiten selbst zusammen stellen, aber auch wenn sowohl deine Ernährung als auch die Ernährung deines Hundes primär aus Fertiggerichten besteht, so wird es bestimmt auch für euch Lebensmittel geben, die ihr gemeinsam nutzen könnt. Und wenn ihr solche Lebensmittel für euch kennen gelernt habt, dann könnt ihr damit eure Fertiggerichte pimpen.

Welche Lebensmittel kann ich mit meinem Hund teilen?

Die gute Nachricht vorweg, es gibt wesentlich mehr Lebensmittel die sich Mensch und Hund grundsätzlich teilen können, als Lebensmittel bei denen das problematisch wäre. Die wenigen problematischen und jede Menge hundegeeignete Lebensmittel stelle ich dir in meinem kostenlosen Webinar  Kluge Fütterung in turbulenten Zeiten“ vor. 

Grundgedanke vor dem Losfüttern 😉

Erfahrungsgemäß gibt es drei große Gruppen von Hunden. Lass uns erst einmal schauen zu welcher Gruppe dein Hund gehört.

Gruppe A:

Der grundgesunde Hund 

Ist dein Hund grundsätzlich gesund, bekommt in erster Linie Fertigfutter (Nassfutter, Trockenfutter, Fertig-BARF) und du möchtest gerne wissen, welche Lebensmittel du mit ihm teilen kannst? 

Du kannst sehr entspannt und unkompliziert loslegen und das ein oder andere Lebensmittel mit deinem Hund teilen.

Gruppe B:

Der Hund mit ungelösten Fragezeichen rund ums Thema Futter und Gesundheit

Hat dein Hund echte Futterprobleme? Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn dein Hund sein Futter ungern frisst oder immer wieder Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Bauchweh, Blähungen, Sodbrennen und Erbrechen hat. 

Es gibt aber auch noch ein paar andere Auffälligkeiten, die häufig im Zusammenhang mit Futter stehen:

  • Dein Hund kratzt sich auffällig viel 
  • Dein Hund hat immer wieder Ohrprobleme
  • Dein Hund kommt schwer zur Ruhe, ist überdreht oder wirkt ständig gereizt
  • Dein Hund hat (unbekannte) Unverträglichkeiten oder Allergien
  • Training ist für euch aus gesundheitlichen oder unklaren Gründen nahezu unmöglich 🫣 ? Dann schau doch mal hier rein: https://tiere-anders-behandeln.de/futterklarheit-ernaehrung-und-verhalten/

Wenn du mit deinem Hund an dieser Stelle stehst, dann brauchst du erst einmal eine solide und stabile Basis für die Ernährung deines Hundes. Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst schreib mir eine Mail und wir vereinbaren einen Termin 👍.  (KLICK)

Gruppe C:

Der individuell ernährte Hund

Du kennst deinen Hund und seine individuellen Ernährungsbedürfnisse gut, und du nutzt so wohl Fertigprodukte als auch selbst zubereitete Mahlzeiten. Du weißt genau welche Lebensmittel dein Hund gut verträgt und welche eher nicht. Du liest jede Futtermittelverpackung bevor du zur Kasse gehst und kannst ganz souverän entscheiden ob dieses Produkt zu deinem Hund passt oder nicht. Du backst auch mal selber Hundekekse und Morosche Möhrensuppe (KLICK) ist dir ein Begriff. Du bist rund um die Ernährung mit deinem Hund schon ein ganzes Stück gegangen und du weißt genau worauf du achtest, damit dein Hund weiterhin gut mit seiner Nahrung zurecht kommt. Und du weist so gut Bescheid, eben weil dein Hund früher zur Gruppe B gehört hat. 

Du weißt wie komplex es sein kann, wenn der eigene Hund mit der angebotenen Ernährung einfach nicht dauerhaft zurecht kommt, darum bist du zum kreativen Fütterungsexperten für deinen Hund geworden. Du wirst die Ideen rund ums Pimpen von Fertignahrung noch einmal ganz anders anders lesen. Du hast Übung darin kluge Entscheidungen rund um die Ernährung deines Hundes zu treffen und ihn in diese Entscheidungen mit einzubeziehen. Kennst du schon mein kostenloses Webinar „Einführung in die intuitive Hundeernährung“? (KLICK)

Pimp my Fertigfutter  – erste Schritte

Wenn dein Hund zur Gruppe A gehört, dann wird es jetzt für dich ganz spannend!

Die Idee Fertgfutter mit Lebensmitteln zu pimpen, soll es dir einfacher machen Lebensmittel gemeinsam zu nutzen. Daher schreibe ich hier über einige Grundnahrungsmittel, die viele Menschen zu Hause haben.

Schritt für Schritt

Fang einfach mit einem einzelnen Lebensmittel an, was du gerade selber auch gerne isst. Und wenn es sich passend anfühlt, dann biete deinem Hund einfach je nach Größe des Hundes einen Teelöffel oder einen Esslöffel voll davon an. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen damit gemacht dem Hund auch zu sagen was das ist, was ich ihm in den Napf gebe. Manche Lebensmittel wirst du einfach als Topping oben auf das Futter geben, zum Beispiel Joghurt, Quark oder Eigelb, andere wirst du ein bisschen untermischen. Zum Beispiel geraspelte Möhre oder Kokosflocken. Wenn dein Hund dieses Lebensmittel mag und verträgt, dann kannst du dir das merken und immer mal wieder anbieten. Einfach so. Auf diese Weise kannst du entspannte erste Erfahrungen gemeinsam mit deinem Hund machen. Wenn dich das Thema interessiert, dann empfehle ich dir mein kostenloses Webinar https://tiere-anders-behandeln.de/einfuehrung-in-die-intuitive-hundeernaehrung/

Milchprodukte

Viele Hunde vertragen Milchprodukte als Teil ihrer Nahrung sehr gut

Milchprodukte bringen neben Eiweiß und Fett auch noch einige Mineralstoffe, Spurenelemente und andere freundliche Stoffe in den Körper. 

Hier findest du die Milchprodukte, die von den meisten Hunden gut vertragen und gemocht werden. Natürlich ist jeder Hund anders. So wie es Menschen gibt, die Quark nicht leiden können, aber Joghurt lieben, gibt es auch Hunde die das eine Milchprodukt super finden und ein anderes kategorisch ablehnen. Wenn ich hier von Milchprodukten spreche, dann meine ich immer welche ohne Zusatz von Zucker, Süßstoffen und künstlichen Aromastoffen. Diese Milchprodukte kannst du gleichermaßen mit nassem wie mit trockenem Futter kombinieren. 

  • Joghurt (entweder zum Futter oder auch pur)
  • Quark (viele Hund schlecken auch gerne die fast leere Quarkdose aus)
  • Körniger Frischkäse 
  • Harzer Roller (mit und ohne Kümmel)
  • Mozzarella
  • Butter 1 kleines Stück mit dem Futter oder du lässt dir etwas Butter vom Finger schlecken

Die meisten Milchprodukte eignen sich auch gut als Füllung für Schleckmatten. Auch in Kombination mit dem vertrauten Nassfutter.

 

Nüsse und Saaten

Nüsse und Saaten kommen in unserer modernen Welt bei Mensch und Tier gleichermaßen etwas zu kurz. Den Blogbeitrag zum Thema mit vielen Anwendungsbeispielen findest du hier: https://tiere-anders-behandeln.de/nuesse-und-saaten-in-der-hundeernaehrung/

Kokosraspeln

Perfekt für den entspannten Einstieg sind Kokosraspeln geeignet. Wenn dein Hund sie mag und verträgt, bieten sie wertvolle Inhaltsstoffe, unterstützen die Darmgesundheit und machen das Futter noch schmackhafter. Sie sind bereits so zerkleinert, dass du sie direkt aus der Tüte mit ins Futter geben kannst. Da sie trocken sind, macht es mehr Sinn sie mit nassem Futter zu kombinieren als mit Trockenfutter. 

Eigelb vom Hühnerei

Früher bekamen viele Hunde 1x in der Woche ein frisches, rohes Eigelb „für schönes Fell“.

Probier es einmal aus. Mag dein Hund rohes Eigelb? Einige Hunde fressen es am liebsten pur, andere lieben es, wenn es in Verbindung mit Trockenfutter oder nassen Mahlzeiten angeboten wird. Und na klar, es gibt Hunde die gar keine Eier mögen und auch das ist okay! 😉 

Wenn Hunde Eier mögen und vertragen sind Eier ein weiteres wertvolles Lebensmittel. Eigelb ist eine Quelle für Eiweiß, Zink, Biotin und eine ganze Reihe weiterer Bestandteile. Viele unserer Lebensmitteln sind Quellen für viele verschiedne lebenswichtige Bausteine. So schön, wenn du darüber ein bisschen Bescheid weißt. Ich mag dir einfach ein paar Möglichkeiten zeigen, wie du Lebensmittel mit deinem Hund teilen kannst. Dazu gehört auch heraus zu finden welche Lebensmittel dein Hund richtig klasse findet und welche er ablehnt. Das ist doch bei dir bestimmt auch so, oder?

 

Karotten und Äpfel

Ich weiß, Karotte gehört zu den Gemüsen, die in fast jedem Hundefutter sind. Sie sind entweder als gekochte Würfel zu erkennen oder so zerkleinert, dass du sie gar nicht mehr identifizieren kannst. Auch Äpfel sind wirklich oft mit im Hundefutter. Du kannst deinem Hund aber mit geraspelter Karotte und geraspeltem Apfel dennoch etwas Gutes tun. 

Geraspeltes für Mensch und Hund

Wenn du Apfel-Möhrensalat für dich selbst machst, dann kannst du deinem Hund einen 1/2 Teelöffel oder für einen großen Hund auch 1 – 2 TL mit ins Futter tun. Natürlich bevor du den Salat für dich selbst anmachst.

Sowohl rohe, geraspelte Karotten als auch rohe, geraspelte Äpfel unterstützen die Darmgesundheit. Wenn Hunde aber bisher noch nie rohe Äpfel oder Karotten bekommen haben, dann fang wirklich mit kleinen Mengen an.  Warum genau die verschiedenen Zubereitungsarten von Gemüse einen so großen Unterschied machen, erfährst du in meinem Basis-Webinar „Gemüse-Mythen in der Hundeernährung“ (KLICK)

Raspel für kleine Mengen

Wenn du selbst gar keine geraspelten Möhren für dich nutzt – dabei sind sie so prima im Salat 😉, dann kannst du für deinen Hund auch extra eine kleine Menge reiben. Ganz kleine Reiben für solche Mengen findest du zum Beispiel in Läden wie Tedi in der Haushaltswahrenabteilung.

 

Möhren Knabbern

Wenn dein Hund gerne rohe Möhren frisst, dann kannst du ihm auch Stücke von einer geschälten Möhre oder eine ganze geschälte Möhre zum Kauen geben. Auch hier gilt wieder, manche Hunde lieben es Möhren auf diese Weise zu fressen, andere zeigen sich mäßig interessiert. Wie steht dein Hund zu Möhren?

Wenn dein Hund Möhre auf diese Weise frisst, dann wirst du vermutlich im Kot später deutlich die Möhrenstücke erkennen. Das ist völlig normal, die groben Möhrenstücke werden zwar nicht besonders gut aufgeschlüsselt, aber dennoch unterstützen sie die Darmgesundheit. Stichwort Gemüse-Mythen (KLICK)

Aller Anfang ist leicht

Für den Einstieg in das Thema „Pimp my Fertigfutter“ habe ich dir erst einmal ein paar Lebensmittel vorgestellt, die in fast jedem Haushalt zu finden sind. Nun ja, vielleicht mit Ausnahme des Harzer Rollers* 😉

Mit diesen einfachen Lebensmitteln kannst du loslegen und erste eigene Erfahrungen machen. Wenn du das Thema spannend findest, in diesem Blogbeitrag sind jede Menge weiterführende Blogbeiträge und Webinare verlinkt. Klick dich entspannt durch und schau was dich besonders interessiert. Es gibt so viele tolle Lebensmittel, mit denen du deinem Hund etwas Gutes tun kannst. Fang einfach an!

Wenn du dir wünschst, dass wir mit deinem Hund gemeinsam das Thema Nahrung abstimmen, dann meld dich bei mir. Ich helfe euch!

*Harzer Roller – ein Stinker mit Potential

Falls du ihn nicht kennst, viele nennen ihn Stinkekäse. Sein Geschmack ist aber wesentlich milder als sein Geruch. Er ist weich aber schnittfest und wird in Form von gestapelten Talern in verschiedenen Größen verkauft. Entspanntes Testen mit einer kleinen Packung ist also gut möglich. Ich habe den Harzer Roller mit rein genommen, weil es viele Hunde gibt die ihn ausgesprochen gerne fressen. Er bringt viel Eiweiß und viel Geschmack in Verbindung mit wenig Fett. Auch als Leckerchen im Training funktioniert Harzer Roller für einige Hunde als besonders leckeres Leckerchen.

Kotfressen adé

Schöner Nebeneffekt, bei manchen Hunden bewirkt die regelmäßige Gabe von Harzer Roller auch, dass sie wesentlich weniger Interesse am Verzehr von Hunde- und Menschenkot zeigen. 

Lebensmittel gemeinsam nutzen

Schreib mir gern in die Kommentare, welche Lebensmittel du besonders gerne mit deinen Hunden teilst. Was waren die ersten Lebensmittel die du mit deinem Hund geteilt hast?

Hier gibt es den passenden Kurs zum Thema

Futterklarheit - damit du den Durchblick hast!

Hier gibt es den passenden Kurs rund um Darmgesundheit und Ernährung:

Gemüse-Mythen in der Hundeenährung