Tierkommunikation ist wie Seiltanzen

Was haben Tierkommunikation und Seiltanzen gemeinsam?

Es geht um die Balance!

Tierkommunikation erfordert mentale Balance. Um diese Balance ganz bewusst zu nutzen braucht es etwas Übung. Aber es lohnt sich sehr. Die Qualität deiner Tiergespräche steigt und fällt mit dem Grad deiner mentalen Balance. Die gute Nachricht, Training hilft und lässt dich ganz schnell Fortschritte erkennen. Wenn du schon mit mir 1:1 zum Thema Tierkommunikation gearbeitet hast, oder in einem meiner Webinare dabei warst, dann kommt dir das Bild des Seiltanzen schon vertraut vor. Seiltanzen und Tierkommunikation haben etwas gemeinsam. Es geht um die Balance.

Im Text begegnen dir ganz praktische Beispiele aus dem Alltag und aus einem Tierkommunikationsworkshop. Es wird spannend und inspirierend. Neugierig?

Dann los!

Seiltanz oder Tierkommunikation

Stell dir vor du möchtest auf einem Seil balancieren.

Wir würdest du anfangen?

Würdest du ohne jede Vorbereitung und ohne jede Sicherung in mehreren Metern Höhe beginnen?

Vermutlich nicht.

Vermutlich würdest du zunächst einmal ein Seil auf den Boden legen und darauf gehen. Einfach um sicher und entspannt erste Erfahrungen zu machen und die ein oder andere Technik auszuprobieren. Vielleicht würdest du dann als nächste Stufe probieren auf einem Seil zu balancieren, welches ganz dicht über dem Boden gespannt ist. So könntest du Erfahrungen machen wie sich das anfühlt, wenn das Seil sich bewegt. Du wirst unmittelbar mit bekommen ob du ausbalanciert bist, oder ob du das Gewicht zur einen oder anderen Seite verlagerst. Wenn du bemerkst, dass du nach rechts kippst, wirst du es vermutlich nach links ausgleichen wollen. Sobald du bei der Ausgleichbewegung übertreibst, wirst du zur anderen Seite kippen und vermutlich das Seil nach rechts Richtung Boden verlassen. Gar kein Problem, denn das Seil ist so niedrig gespannt,  dass du diese Erfahrungen ganz entspannt machen kannst. Selbstverständlich achtest du auf deine Sicherheit! Du gibst dir selbst die Gelegenheit deine Balance zu trainieren. Mit jeder Erfahrung wirst du dich weiter entwickeln. Du bemerkst total schnell was für dich gut funktioniert und was für dich weniger gut passt. Du übst einfach nur die Balance zu halten 😉.

Das was fürs Seiltanzen gilt, gilt auch für die Tierkommunikation. 

Deine Balance ist entscheidend!

Immer schön die Balance halten

Der bewusste Umgang mit der Wahrnehmung von Balance und Dysbalance ist ein Schlüsselthema der sicheren und entspannten Bewusstseinsarbeit. Ob Tierkommunikation oder andere Bereiche des Lebens. Wann immer wir uns für den bewussten Umgang mit Wahrnehmung entscheiden brauchen wir Werkzeuge und Techniken um uns unserer Balance bewusst zu sein. Mit ein wenig Erfahrung entwickeln sich neue Routinen und diese Balance wird mit der Zeit ganz selbstverständlich.  So stabilisierst du dich selbstwirksam und das das gibt dir jede Menge Sicherheit!

 

Hilfreiche Unterstützung nutzen

Von Menschen lernen, die in dem Bereich schon mehr Erfahrung als wir selbst haben ist einfach eine gute Idee!

Wenn du dich mit so jemandem austauschst, wirst du von einem erfahreneren Seiltänzer (oder Tierkommunikator) Techniken und Übungen an die Hand bekommen die dich weiter bringen können. Je konsequenter du trainierst, je ehrlicher und wertschätzender du dir selbst gegenüber im Training bist, desto schneller wirst du deine Fertigkeiten weiter entwickeln. Egal ob im Seiltanzen oder in der Tierkommunikation. Jede Fertigkeit entwickelt sich weiter, sobald wir sie trainieren. Selbstverständlich nutzt du dazu die Übungen, die für dich auch tatsächlich hilfreich sind. Doch sobald du dich für eine oder mehrer Übungen entschieden hast, lässt du sie Teil deines Alltags werden.

(Training ist wichtiger als Begabung: https://tiere-anders-behandeln.de/tierkommunikation-uebung-hilft/ )

Gleichgewichtsübungen zahlen sich aus

So lange das Seil auf dem Boden liegt, kannst du dir selber vormachen, dass du die Balance hältst. Egal ob es stimmt oder nicht. Sobald das Seil etwas über dem Boden hängt wird die Schwerkraft dich unmissverständlich darauf hinweisen ob du im Gleichgewicht bist oder ob du Schlagseite hast. Schon nach kurzer Zeit wirst du ein ganz klares Gespür für deine eigene Balance entwickeln. Und ab dem Zeitpunkt ist es nur noch eine Frage der Übung bis du ganz entspannt auch mit immer höher hängenden Seilen und neuen Herausforderungen des Seiltanzens klar kommst. Du wirst erkennen was du schon kannst und bei welchen Details es für dich besonders wichtig ist genau hin zu spüren um dich in Balance zu bringen und erst dann den nächsten Schritt zu tun. Lösungsorientiertes Training zahlt sich immer aus!

Bewusstseinarbeit ist mentales Gleichgewichtstraining

Bewusstseinsarbeit bedeutet im Grund einfach nur, dass du dir deines Bewusstseins bewusst bist. 

Spannend ist es bei uns selbst den Unterschied von Wahrnehmung und Meinung oder von Wahrnehmung und Überzeugung zu erkennen. Ein weiterer Ansatz ist es, ganz bewusst zwischen Beobachtung und Bewertung unterscheiden zu können. Es ist einfach enorm hilfreich, wenn dir bewusst ist, ob du in einer konkreten Situation etwas wahr nimmst oder ob du Bestätigungen für deine bereits gefasste Meinung suchst. Beides hat seinen Platz, gar keine Frage! Aber es ist eben hilfreich zu wissen womit du es ganz konkret zu tun hast.

Der humpelnder Hund

Stell dir vor du siehst einen Hund neben seinem Menschen laufen und dir fällt auf, dass der Hund deutlich humpelt.

Was ist der erste Gedanke, der in deinem Kopf auftaucht?

Und wenn du diesen Gedanken jetzt anschaust. Ist das ein beobachtender Gedanke oder ein bewertender Gedanke?

Nimm dir einen Moment Zeit. Was war dein erster Gedanke?

Und wenn du diesen Gedanken jetzt noch mal anschaust. Beobachtest du eher neutral und möglicherweise interessiert an Details oder ist dein Gedanke mit einer Emotion verbunden. Denkst du möglicherweise so etwas wie „Der arme Hund humpelt! Sieht der Mann das denn nicht? Wenn das mein Hund wäre…“ Dann kannst du dir sicher sein, dass du gerade außerhalb des neutral interessierten Beobachtens und statt dessen mitten drin in der Bewertung bist 😉 

Weder gut noch schlecht! Wichtig ist einfach, dass du das mit bekommst. Denn in dem Moment in den du in der Bewertung bist, machst du es dir selber sehr schwer ganz neutral und entspannt wahr zu nehmen womit du es bei diesem Hund und diesen Menschen zu tun hast. Dafür hast du intensiven Kontakt zu deinen Überzeugungen. Unbewusste Überzeugungen können ganz schön schwungvoll um die Ecke kommen und uns aus der Balance werfen.

Wenn du jetzt noch einmal in Gedanken den selben humpelnden Hund neben seinem Menschen siehst. Was kannst du beobachten?

Kannst du den Unterschied zwischen entspannter Beobachtung und bewertender Reaktion wahr nehmen?

Spannend, oder?

Alle Katzen mögen Thunfisch, oder?

In einem meiner Tierkommunikationsworkshops saßen die Teilnehmer entspannt im Kreis um die Tische. Jeder der Teilnehmer hatte die Gelegenheit sich mit einem Tier auszutauschen mit dem er noch nie Kontakt hatte. In dieser Gesprächsrunde machte auch die Katze einer Teilnehmerin mit die Interesse daran hatte sich mit einem für sie fremden Menschen aus zu tauschen. Die Menschin mit der die Katze sprechen wollte hatte bisher wenig mit Katzen zu tun. Im Laufe des Gesprächs kamen sie auf das Thema Futter und die Menschin fragte die Katze danach, ob sie gerne Thunfisch möge. Ganz glücklich endlich einen Bereich gefunden zu haben bei dem sie sich ziemlich sicher war wie die Katze das wohl sehen könnte. 

Die Antwort der Katze überraschte sie sehr! 

Die Katze sprach regelrecht angewidert davon, wie ekelhaft sie schon allein den Geruch von Thunfisch fände. Die Teilnehmerin war total erstaunt von der Reaktion und im ersten Moment vollkommen überzeugt,  dass sie die Katze falsch verstanden hätte. Schließlich war sie sich sicher – auch wenn sie kaum etwas über Katzen wusste; Thunfisch mögen die doch alle! Wie froh war ich in dieser Situation wieder einmal darüber, dass dies eine schriftliche Tierkommunikation war. So hatte die Teilnehmerin ihre Frage und die Antwort der Katze aufgeschrieben und konnte es in aller Ruhe für sich einsortieren.

Im Nachgespräch bestätigte dann die Halterin der Katze, dass diese einen überraschend ausgeprägten Ekel vor Thunfisch hätte. Wann immer sie für die anderen Katzen eine Dose Thunfisch öffnet, verlässt diese Katzen empört den Raum und hält sich weit entfernt von der Küche auf, bis der Thunfischgeruch wieder verflogen ist. 

Ahnst du schon warum ich diese Anekdote hier erwähne?

 

Wahrnehmung oder Überzeugung, das ist hier die Frage

Die Kursteilnehmerin hat ganz klar den Ekel und die Ablehnung der Katze auf den Thunfisch bezogen wahr genommen. Doch sie hatte auch die feste Überzeugung, dass alle Katzen Thunfisch mögen. Dieser Kontrast von Wahrnehmung und Überzeugung hat sie im ersten Moment sehr verunsichert. 

Spannend, dass sie eher bereit war ihre Wahrnehmung in Frage zu stellen als ihre Überzeugung. Spannend und dennoch ein weit verbreitetes Phänomen. Darum ist es so hilfreich, wenn wir uns darin üben Wahrnehmung von Überzeugung unterscheiden zu können. So können wir entspannt in unserer Mitte bleiben und souverän mit den Phänomenen Wahrnehmung und Überzeugung jonglieren. 

Diese Form von Balance hilft sehr, wenn wir Tierkommunikation nutzen möchten. Insbesondere um auch vollkommen neue Aspekte aus Sicht des Tieres mit in das Gespräch einfließen zu lassen.  

 

Bist du bereit dich überraschen zu lassen?

Neben der mentalen Balance  ist es enorm hilfreich, wenn du bereit bist dich von der Botschaft deines tierischen Gesprächspartners überraschen zu lassen. Wenn du nur die Antwort zu lässt die du schon vorher zu kennen meinst, warum fragst du das Tier dann? Das große Geschenk dieser Kommunikationsform ist ja gerade, dass wir Dinge und Zusammenhänge erfahren, die uns vorher noch nicht bewusst waren. Auf diese Weise können wir so viel leichter mit Tieren gemeinsam  Lösungen finden, als wenn wir im Grunde nur „unser Ding“ durchziehen wollen und dafür gerne die Bestätigung des Tieres hätten. 

Wenn du deinem eigenen Beweggrund auf die Spur kommen möchtest, dann empfehle ich dir hier weiter zu lesen: https://tiere-anders-behandeln.de/speziesuebergreifende-kommunikation-teil-1/

 

Hey wie gehts mir grade?

Das ist eine wichtige Frage die du die mehrfach täglich selber stellen darfst. Je bewusster dir ist wie es dir tatsächlich geht, desto leichter ist es auch ganz bewusst in Balance zu gehen bevor du dich in die nächste Tierkommunikation begibst. Mehr dazu findest du in diesem Video: (KLICK)

 

Heiter weiter

Viel Freude beim bewussten Umgang mit deiner Balance. Bleib neugierig und ehre deinen Forschergeist. Es gibt so viel zu entdecken!

Ich freu mich, wenn du deine Gedanken dazu in den Kommentaren mit uns teilst.

Heiter weiter, 

Tina

Meine erste Blognacht mit Anna Koschinski

Schon so lange wollte ich einen Text dazu schreiben und heute ist es so weit. Ich sitze bei Anna Koschinski in der Blognacht. In der Gesellschaft schreibender Menschen. Jeder hat sein Thema parat. Jeder schreibt für sich und dennoch ist die angenehme Energie der schreibenden Gruppe spürbar. Eine spannende für mich ganz neue Version des Schreibens. https://annakoschinski.de/blognacht/

 

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