Tierkommunikation ist wie Seiltanzen

Was haben Tierkommunikation und Seiltanzen gemeinsam?

Es geht um die Balance!

Wenn du schon mit mir 1:1 zum Thema Tierkommunikation gearbeitet hast, oder in einem meiner Webinare dabei warst, dann kommt dir dieses Bild vertraut vor. 

Meine erste Blognacht mit Anna Koschinski

Schon so lange wollte ich einen Text dazu schreiben und heute ist es so weit. Ich sitze bei Anna Koschinski in der Blognacht. In der Gesellschaft schreibender Menschen. Jeder hat sein Thema parat. Jeder schreibt f√ľr sich und dennoch ist die angenehme Energie der schreibenden Gruppe sp√ľrbar. Eine spannende f√ľr mich ganz neue Version des Schreibens.¬†https://annakoschinski.de/blognacht/

 

Seiltanz oder Tierkommunikation

Stell dir vor du möchtest auf einem Seil balancieren.

Wir w√ľrdest du anfangen?

W√ľrdest du ohne jede Vorbereitung und ohne jede Sicherung in mehreren Metern H√∂he beginnen?

Vermutlich nicht.

Vermutlich w√ľrdest du zun√§chst einmal ein Seil auf den Boden legen und darauf gehen. Einfach um sicher und entspannt erste Erfahrungen zu machen und die ein oder andere Technik auszuprobieren. Vielleicht w√ľrdest du dann als n√§chste Stufe probieren auf einem Seil zu balancieren, welches ganz dicht √ľber dem Boden gespannt ist. So k√∂nntest du Erfahrungen machen wie sich das anf√ľhlt, wenn das Seil sich bewegt. Du wirst unmittelbar mit bekommen ob du ausbalanciert bist, oder ob du das Gewicht zur einen oder anderen Seite verlagerst. Wenn du bemerkst, dass du nach rechts kippst, wirst du es vermutlich nach links ausgleichen wollen. Sobald du bei der Ausgleichbewegung √ľbertreibst, wirst du zur anderen Seite kippen und vermutlich das Seil nach rechts Richtung Boden verlassen. Gar kein Problem, denn das Seil ist so niedrig gespannt,¬† dass du diese Erfahrungen ganz entspannt machen kannst. Selbstverst√§ndlich achtest du auf deine Sicherheit! Du gibst dir selbst die Gelegenheit deine Balance zu trainieren. Mit jeder Erfahrung wirst du dich weiter entwickeln. Du bemerkst total schnell was f√ľr dich gut funktioniert und was f√ľr dich weniger gut passt.¬†Du √ľbst einfach nur die Balance zu halten ūüėČ.

Das was f√ľrs Seiltanzen gilt, gilt auch f√ľr die Tierkommunikation.¬†

Deine Balance ist entscheidend!

Immer schön die Balance halten

Der bewusste Umgang mit der Wahrnehmung von Balance und Dysbalance ist ein Schl√ľsselthema der sicheren und entspannten Bewusstseinsarbeit. Ob Tierkommunikation oder andere Bereiche des Lebens. Wann immer wir uns f√ľr den bewussten Umgang mit Wahrnehmung entscheiden brauchen wir Werkzeuge und Techniken um uns unserer Balance bewusst zu sein. Mit ein wenig Erfahrung entwickeln sich neue Routinen und diese Balance wird mit der Zeit ganz selbstverst√§ndlich.¬† So stabilisierst du dich selbstwirksam und das das gibt dir jede Menge Sicherheit!

 

Hilfreiche Unterst√ľtzung nutzen

Von Menschen lernen, die in dem Bereich schon mehr Erfahrung als wir selbst haben ist einfach eine gute Idee!

Wenn du dich mit so jemandem austauschst, wirst du von einem erfahreneren Seilt√§nzer (oder Tierkommunikator) Techniken und √úbungen an die Hand bekommen die dich weiter bringen k√∂nnen. Je konsequenter du trainierst, je ehrlicher und wertsch√§tzender du dir selbst gegen√ľber im Training bist, desto schneller wirst du deine Fertigkeiten weiter entwickeln. Egal ob im Seiltanzen oder in der Tierkommunikation. Jede Fertigkeit entwickelt sich weiter, sobald wir sie trainieren. Selbstverst√§ndlich nutzt du dazu die √úbungen, die f√ľr dich auch tats√§chlich hilfreich sind. Doch sobald du dich f√ľr eine oder mehrer √úbungen entschieden hast, l√§sst du sie Teil deines Alltags werden.

(Training ist wichtiger als Begabung: https://tiere-anders-behandeln.de/tierkommunikation-uebung-hilft/ )

Gleichgewichts√ľbungen zahlen sich aus

So lange das Seil auf dem Boden liegt, kannst du dir selber vormachen, dass du die Balance h√§ltst. Egal ob es stimmt oder nicht. Sobald das Seil etwas √ľber dem Boden h√§ngt wird die Schwerkraft dich unmissverst√§ndlich darauf hinweisen ob du im Gleichgewicht bist oder ob du Schlagseite hast. Schon nach kurzer Zeit wirst du ein ganz klares Gesp√ľr f√ľr deine eigene Balance entwickeln. Und ab dem Zeitpunkt ist es nur noch eine Frage der √úbung bis du ganz entspannt auch mit immer h√∂her h√§ngenden Seilen und neuen Herausforderungen des Seiltanzens klar kommst. Du wirst erkennen was du schon kannst und bei welchen Details es f√ľr dich besonders wichtig ist genau hin zu sp√ľren um dich in Balance zu bringen und erst dann den n√§chsten Schritt zu tun. L√∂sungsorientiertes Training zahlt sich immer aus!

Bewusstseinarbeit ist mentales Gleichgewichtstraining

Bewusstseinsarbeit bedeutet im Grund einfach nur, dass du dir deines Bewusstseins bewusst bist. 

Spannend ist es bei uns selbst den Unterschied von Wahrnehmung und Meinung oder von Wahrnehmung und √úberzeugung zu erkennen. Ein weiterer Ansatz ist es, ganz bewusst zwischen Beobachtung und Bewertung unterscheiden zu k√∂nnen. Es ist einfach enorm hilfreich, wenn dir bewusst ist, ob du in einer konkreten Situation etwas wahr nimmst oder ob du Best√§tigungen f√ľr deine bereits gefasste Meinung suchst. Beides hat seinen Platz, gar keine Frage! Aber es ist eben hilfreich zu wissen womit du es ganz konkret zu tun hast.

Der humpelnder Hund

Stell dir vor du siehst einen Hund neben seinem Menschen laufen und dir fällt auf, dass der Hund deutlich humpelt.

Was ist der erste Gedanke, der in deinem Kopf auftaucht?

Und wenn du diesen Gedanken jetzt anschaust. Ist das ein beobachtender Gedanke oder ein bewertender Gedanke?

Nimm dir einen Moment Zeit. Was war dein erster Gedanke?

Und wenn du diesen Gedanken jetzt noch mal anschaust. Beobachtest du eher neutral und m√∂glicherweise interessiert an Details oder ist dein Gedanke mit einer Emotion verbunden. Denkst du m√∂glicherweise so etwas wie ‚ÄěDer arme Hund humpelt! Sieht der Mann das denn nicht? Wenn das mein Hund w√§re‚Ķ‚Äú Dann kannst du dir sicher sein, dass du gerade au√üerhalb des neutral interessierten Beobachtens und statt dessen mitten drin in der Bewertung bist ūüėȬ†

Weder gut noch schlecht! Wichtig ist einfach, dass du das mit bekommst. Denn in dem Moment in den du in der Bewertung bist, machst du es dir selber sehr schwer ganz neutral und entspannt wahr zu nehmen womit du es bei diesem Hund und diesen Menschen zu tun hast. Daf√ľr hast du intensiven Kontakt zu deinen √úberzeugungen. Unbewusste √úberzeugungen k√∂nnen ganz sch√∂n schwungvoll um die Ecke kommen und uns aus der Balance werfen.

Wenn du jetzt noch einmal in Gedanken den selben humpelnden Hund neben seinem Menschen siehst. Was kannst du beobachten?

Kannst du den Unterschied zwischen entspannter Beobachtung und bewertender Reaktion wahr nehmen?

Spannend, oder?

Alle Katzen mögen Thunfisch, oder?

In einem meiner Tierkommunikationsworkshops sa√üen die Teilnehmer entspannt im Kreis um die Tische. Jeder der Teilnehmer hatte die Gelegenheit sich mit einem Tier auszutauschen mit dem er noch nie Kontakt hatte. In dieser Gespr√§chsrunde machte auch die Katze einer Teilnehmerin mit die Interesse daran hatte sich mit einem f√ľr sie fremden Menschen aus zu tauschen. Die Menschin mit der die Katze sprechen wollte hatte bisher wenig mit Katzen zu tun. Im Laufe des Gespr√§chs kamen sie auf das Thema Futter und die Menschin fragte die Katze danach, ob sie gerne Thunfisch m√∂ge. Ganz gl√ľcklich endlich einen Bereich gefunden zu haben bei dem sie sich ziemlich sicher war wie die Katze das wohl sehen k√∂nnte.¬†

Die Antwort der Katze √ľberraschte sie sehr!¬†

Die Katze sprach regelrecht angewidert davon, wie ekelhaft sie schon allein den Geruch von Thunfisch f√§nde. Die Teilnehmerin war total erstaunt von der Reaktion und im ersten Moment vollkommen √ľberzeugt,¬† dass sie die Katze falsch verstanden h√§tte. Schlie√ülich war sie sich sicher – auch wenn sie kaum etwas √ľber Katzen wusste; Thunfisch m√∂gen die doch alle! Wie froh war ich in dieser Situation wieder einmal dar√ľber, dass dies eine schriftliche Tierkommunikation war. So hatte die Teilnehmerin ihre Frage und die Antwort der Katze aufgeschrieben und konnte es in aller Ruhe f√ľr sich einsortieren.

Im Nachgespr√§ch best√§tigte dann die Halterin der Katze, dass diese einen √ľberraschend ausgepr√§gten Ekel vor Thunfisch h√§tte. Wann immer sie f√ľr die anderen Katzen eine Dose Thunfisch √∂ffnet, verl√§sst diese Katzen emp√∂rt den Raum und h√§lt sich weit entfernt von der K√ľche auf, bis der Thunfischgeruch wieder verflogen ist.¬†

Ahnst du schon warum ich diese Anekdote hier erwähne?

 

Wahrnehmung oder √úberzeugung, das ist hier die Frage

Die Kursteilnehmerin hat ganz klar den Ekel und die Ablehnung der Katze auf den Thunfisch bezogen wahr genommen. Doch sie hatte auch die feste Überzeugung, dass alle Katzen Thunfisch mögen. Dieser Kontrast von Wahrnehmung und Überzeugung hat sie im ersten Moment sehr verunsichert. 

Spannend, dass sie eher bereit war ihre Wahrnehmung in Frage zu stellen als ihre √úberzeugung. Spannend und dennoch ein weit verbreitetes Ph√§nomen. Darum ist es so hilfreich, wenn wir uns darin √ľben Wahrnehmung von √úberzeugung unterscheiden zu k√∂nnen. So k√∂nnen wir entspannt in unserer Mitte bleiben und souver√§n mit den Ph√§nomenen Wahrnehmung und √úberzeugung jonglieren.¬†

Diese Form von Balance hilft sehr, wenn wir Tierkommunikation nutzen möchten. Insbesondere um auch vollkommen neue Aspekte aus Sicht des Tieres mit in das Gespräch einfließen zu lassen.  

 

Bist du bereit dich √ľberraschen zu lassen?

Neben der mentalen Balance¬† ist es enorm hilfreich, wenn du bereit bist dich von der Botschaft deines tierischen Gespr√§chspartners √ľberraschen zu lassen. Wenn du nur die Antwort zu l√§sst die du schon vorher zu kennen meinst, warum fragst du das Tier dann? Das gro√üe Geschenk dieser Kommunikationsform ist ja gerade, dass wir Dinge und Zusammenh√§nge erfahren, die uns vorher noch nicht bewusst waren. Auf diese Weise k√∂nnen wir so viel leichter mit Tieren gemeinsam¬† L√∂sungen finden, als wenn wir im Grunde nur ‚Äěunser Ding‚Äú durchziehen wollen und daf√ľr gerne die Best√§tigung des Tieres h√§tten.¬†

Wenn du deinem eigenen Beweggrund auf die Spur kommen möchtest, dann empfehle ich dir hier weiter zu lesen: https://tiere-anders-behandeln.de/speziesuebergreifende-kommunikation-teil-1/

 

Hey wie gehts mir grade?

Das ist eine wichtige Frage die du die mehrfach täglich selber stellen darfst. Je bewusster dir ist wie es dir tatsächlich geht, desto leichter ist es auch ganz bewusst in Balance zu gehen bevor du dich in die nächste Tierkommunikation begibst. Mehr dazu findest du in diesem Video: (KLICK)

 

Heiter weiter

Viel Freude beim bewussten Umgang mit deiner Balance. Bleib neugierig und ehre deinen Forschergeist. Es gibt so viel zu entdecken!

Ich freu mich, wenn du deine Gedanken dazu in den Kommentaren mit uns teilst.

Heiter weiter, 

Tina